Cannabis bei Migräne – hilft das Cannabinoid hier wirklich?

Migräne ist nicht gleich Migräne. Es gibt mehr als 180 verschiedene Arten. Manchmal sind die Kopfschmerzen hinter der Stirn, manchmal am Hinterkopf. Manchmal ist nur eine Seite des Kopfes betroffen, sie schlagen, stechen, stoßen oder klopfen usw. Daher überrascht es nicht, dass es nicht „ein“ Mittel gegen Kopfschmerzen gibt. Man kann auch nicht die Frage beantworten, ob und wie gut Cannabis oder bestimmte Cannabinoide bei Migräne allgemein wirken.

Mehr als 10% der Deutschen leiden an Migräne

Nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft e.V. sind in Deutschland etwa 10 bis 15% der Bevölkerung von Migräne betroffen. Die Krankheit, die genetisch bedingt ist, gilt in diesem Land als die häufigste Kopfschmerzerkrankung und betrifft sogar Kinder.

Migräne ist eine Erkrankung des Gehirns, in der schmerzverarbeitende Zentren aktiviert und schmerzübertragende Botenstoffe freigesetzt werden. Die Botenstoffe bewirken, dass die Blutgefäße der Meningen sterile Entzündungsreaktionen auslösen und durch Dehnung der Gefäßwand die pulsierenden starken Kopfschmerzen auslösen.

Begleitsymptome von Migräne sind auch Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Rauschempfindlichkeit.

Ärzte empfehlen verschiedene Nährstoffe, die Migräne verbessern oder sogar verhindern können. Darüber hinaus haben sich verschiedene Arzneimittel bewährt und die Biofeedback-Therapie wird bei Migräne als indizierte Therapieform betrachtet.

Cannabis bei Migräne – hilft das wirklich?

Migräne ist definiert als ein 4- bis 72-stündiger, typischerweise einseitiger und pulsierender Kopfschmerz. Die Stärke kann von mäßig bis schwer variieren. Eine Migräne ist oft mit einer Empfindlichkeit gegenüber Licht und / oder Rauschen verbunden.

Die Prozesse, die zur Entstehung einer Migräne führen, sind noch nicht vollständig geklärt. Neben den bereits bekannten Faktoren hat sich in letzter Zeit der Fokus auf das Endocannabinoidsystem verlagert. Klinische und experimentelle Daten legen nahe, dass eine Fehlregulation im ECS oder das Fehlen von Endocannabinoiden (Endocannabinoid-Mangel-Syndrom) Migräne-Kopfschmerzen auslösen können.

Beispielsweise sind bei einer Gruppe von Patienten mit chronischer Migräne die Spiegel des Endocannabinoidanandamids reduziert. Normalerweise wird Anandamid im Körper nach Bedarf produziert und dann erneut durch das Enzym FAAH (Fettsäureamidhydrolase) abgebaut. Die Beobachtung, dass Migränepatienten zu wenig Anandamid haben, sagt nichts darüber aus, wie dieser Mangel entsteht.

Es kann sein, dass zu wenig Anandamid produziert wird. Es kann aber auch sein, dass FAAH zu aktiv ist und das Anandamid zu schnell zusammenbricht. Aus diesem Grund wird beispielsweise versucht, das Enzym FAAH zu blockieren, so dass es die Spaltung des Anandamids nicht mehr durchführen kann.

Diese Prozesse werden intensiv erforscht. Es ist wichtig herauszufinden, ob die Hemmung von FAAH unerwünschte Wirkungen hat, da FAAH nicht nur Anandamid, sondern auch viele andere Moleküle spaltet. Studien zeigen, dass die FAAH-Hemmung Schmerzen lindert und Entzündungen reduziert. Es ist jedoch noch unklar, ob dies auch bei Migräne funktioniert.

Zwar gibt es noch wenige Studien, die eindeutige Hinweise auf Cannabis bei der Behandlung von Migräne belegen.

Es gibt jedoch eine Vielzahl von Patientenbeobachtungen, die bei einigen Migränepatienten eine gute Wirksamkeit zeigen:

  • Je nach Umfrage gaben zwischen 5% und 8,4% der Patienten an, dass sie Cannabis zur Behandlung ihrer Migräne einnahmen
    40,7 Prozent berichteten von Verbesserungen bei Kopfschmerzen und Migräne
  • Eine retrospektive Studie ergab, dass 85,1 Prozent der Migränepatienten mit Cannabis eine Abnahme der Migräneattacken bemerkten
  • 11,6 Prozent berichteten von analgetischen Effekten

Auch die Zahl der Arztbesuche aufgrund von Migräne ist deutlich zurückgegangen
Leider fehlt es immer noch an gut randomisierten und placebokontrollierten Studien, um die tatsächlichen Auswirkungen besser einschätzen zu können. So schön die Ergebnisse auch sind, die Patienten werden „nur“ befragt oder berichten über eine Therapie, von der sie wissen, was sie erhalten haben. Das Risiko für Placeboeffekte ist sehr hoch.

Dennoch sind sicherlich nicht alle positiven Effekte „imaginär“. Vielmehr sollten Studien zeigen, für welche Patienten eine Cannabis-Therapie bei Migräne geeignet ist und welche Präparate sinnvoll sind.

Fazit: CBD, anstelle von Cannabis bei Migräne

Weil CBD-Öl die Häufigkeit von Migräneattacken im Vergleich zu THC-haltigen Mitteln reduzieren kann. Aus den Studien kann jedoch geschlossen werden, dass noch zu wenig Informationen über die Dosierung und den gewünschten Effekt auf die Migräne bekannt sind.

Die Studien zeigen jedoch im Großen und Ganzen positive Effekte für Migränepatienten in Dänemark. Die Häufigkeit von Anfällen wird durch die Einnahme von CBD-Öl verringert, und die Patienten konnten die pulsierenden, pulsierenden Kopfschmerzen „ausschalten“.
Fühlen Sie sich frei, Ihre Erfahrungen mit uns zu teilen, sobald Sie CBD-Öl gegen Migräne-Kopfschmerzen eingesetzt haben.